Für die hydrophobierende Abdichtung von Fassaden oder ähnlichen Bauelementen beinhaltet die DEGESIL®-Palette den Typ DEGESIL®-715. Es handelt sich hierbei um eine tiefgreifende Imprägnierung auf der Basis von außerordentlich langlebigen Spezialkunststoffen aus der Familie der Fluorkunststoffe, die völlig inert sind, also nicht verdampfen oder ausgasen und auch sonst keinerlei unangenehme Nebenwirkungen auf Mensch, Haustier und Umwelt haben.

Der Anwendungsbereich für dieses Bautenschutzmittel ist die Hydrophobierung (wasserabstoßende Imprägnierung) von saugenden, insbesondere silikatischen Baustoffen (z.B. Ziegelerzeugnisse, Putze, Mörtel, Beton usw.), bei denen die Wasserdampf-Durchlässigkeit erhalten werden muss.

Der Wirkungsmechanismus von DEGESIL® ist der Natur abgeschaut und mit der Methode vergleichbar, mit der viele Bäume im Herbst das Wasser aus den Zweigen und Ästen bis in die Wurzeln zurückdrücken, um sich vor Frostschäden zu schützen. Das heißt, die Oberflächenspannungs-Differenz zwischen Baustoff und Wasser wird derart stark erhöht, dass Wasser den Baustoff nicht mehr benetzen oder in ihn eindringen kann.

Da die Baustoffporen nicht verschlossen werden, bleibt die Wasserdampfdurchlässigkeit (sogenannte Atmungsaktivität) des Baustoffes erhalten

Die linke Hälfte des Ziegels wurde mit DEGESIL® behandelt, die rechte Hälfte blieb unbehandelt.
Aufgetropftes Wasser zeigt die DEGESIL®-Wirkung sehr deutlich. Die unbehandelte Seite saugte das Wasser sofort auf (dunkler Fleck). Die behandelte Seite zeigt deutlich abperlenden Wassertropfen.

Die überragende Anwendung von DEGESIL®-715 liegt also im Hochbaubereich, wo das Eindringen von Regen- und Spritzwasser verhindert werden soll. Als Folgeerscheinung trocknen die Wände aus und die Oberflächen bleiben lange sauber, da kein Regenwasser aufgenommen und Schmutz eingeschwemmt wird. Auch die Wärmedämmung der Wand wird verbessert, da feuchte Baustoffe - je nach Wassergehalt - eine z.T. erheblich geringere Wärmedämmung aufweisen als trockene.

Das tief eindringende DEGESIL® erzeugt bautechnisch interessante Effekte. Es werden z.B. Kalkausblühungen an Klinkerfassaden, Algen-, Pilz- und Moosbefall, sowie Frostschäden verhindert.

Problem-Beispiel: Fassade

Die Ursache: Baustoffe wie Ziegel, Mörtel, Putze usw. enthalten kleinste Poren. Sie werden durch Verwitterung allmählich größer, wodurch auch die Fähigkeit zur Wasseraufnahme der Fassade ständig größer wird.

Die Folgen: Feuchte Innenwände, Wasserflecken, Schimmelbildung, faulende Holzteile, überhöhte Heizkosten, ungesundes Wohnen.

Die Lösung: Imprägnieren der Fassade mit Degesil®!

Der Erfolg: Die Fassade stößt Wasser ab und bleibt gleichzeitig atmungsaktiv. In der Wand befindliches Wasser verdunstet auch nach außen ab. Wände und Räume werden und bleiben trocken. Die Wärmedämmung erhöht sich, die Heizkosten sinken.

Ein gesundes Wohnklima stellt sich ein!

Haltbarkeit der Imprägnierungen

Die Wirkung von wasserabweisenden Imprägnierungen wird häufig nach dem mehr oder weniger stark ausgeprägten Abperlen des Regenwassers beurteilt. Imprägnierte, rauhe Baustoffoberflächen zeigen diesen Abperleffekt deutlicher, als glatte Untergründe (hart gebrannte Ziegel, Faserzement, Sichtbeton und ähnliche).

Das Nachlassen oder Verschwinden des sichtbaren Abperleffektes, nach längerer Bewitterung, bedeutet nicht, dass die DEGESIL®-Imprägnierung unwirksam geworden ist, sondern beruht meist auf einer dünnen Staubschicht an der Oberfläche, die benetzbar ist. Die DEGESIL®-Imprägnierung hat in den Baustoffen eine hydrophobe Zone erzeugt, die den Witterungseinflüssen und dem Staubansatz entzogen ist. Diese luft- und gasdurchlässige Sperrzone verhindert das Eindringen des flüssigen Regenwassers. Sie bleibt, nach bisherigen Erfahrungen, zeitlich unbegrenzt wasserabweisend wirksam. Durch eine zerstörungsfreie Prüfung der imprägnierten Fassaden, mit Karsten-Röhrchen, lässt sich die außerordentlich lange Lebensdauer der DEGESIL®-Imprägnierung zu jeder Zeit kontrollieren.

Wassereindringprüfung an einem imprägnierten 13 Jahre bewitterten Ziegelmauerwerk

Wassereindringprüfung an einem imprägnierten 15 Jahre bewitterten Edelputz

Die obigen Grafiken beweisen die Haltbarkeit einer DEGESIL®-Imprägnierung nach einer Bewitterungszeit von 13-15 Jahren im Industrieklima (Ruhrgebiet).

Voraussetzungen

Die Außenwände bzw. Baustoffe müssen lufttrocken und saugfähig sein. Stark verschmutzte Fassaden sollten mittels geeigneter Reinigungsverfahren gesäubert werden. Bei Nassreinigung mittels Dampfstrahl oder Hochdruckwasserstrahl müssen die zu impränierenden Wände erst wieder austrocknen.

Welche Baustoffe können imprägniert werden?

Geeignet für das Imprägnieren sind saugfähige Baustoffe, weil nur sie DEGESIL® eindringen lassen. Hierzu gehören z.B. Ziegel, nichtglasierte Klinker und Verblender, Kalksandsteine, Gasbeton, Faserzement, Mörtel, Sandstein, Tuffstein, alle anderen wassersaugenden Natur- und Kunststeine, sowie praktisch alle mineralisch gebundenen Putze.

Fassaden mit glasierten oder feingesinterten Verblendsteinen - z.B. Riemchen - sind trotz der nichtsaugenden Oberfläche der Verblender ein wichtiges Einsatzgebiet für DEGESIL®. Derartige Fassaden nehmen das Wasser über die, meist im Schlämmverfahren erstellten, Mörtelfugen auf. Erschwerend kommt hinzu, dass das hinter das Riemchen gelangte Wasser, wegen der dichten Steinoberfläche, nicht mehr durch den Stein nach außen verdunsten kann. Diese starke Behinderung der Wasserverdunstung nach außen führt somit zu erhöhter Innenfeuchtigkeit. Die Hydrophobierung der Fugen mit DEGESIL® führt zur sicheren Abhilfe des Problemes.

Nicht geeignet für das Impägnieren sind Fassaden, die mit Öl-, Kunstharz- oder einigen, ungeeigneten Dispersionsfarben gestrichen wurden. Auch Fassaden mit Polystyrolschaum-Platten und dünnem Putz können nicht imprägniert werden, da DEGESIL® zu tief eindringt und den Schaumstoff beschädigen kann.

Besondere Hinweise

DEGESIL®-715 liefert farblose, nicht sichtbare Imprägnierungen. Der Farbton einiger Baustoff-Oberflächen kann durch die Imprägnierung geringfügig verstärkt werden. Obwohl dieser Effekt meistens nicht als störend, sondern eher angenehm empfunden wird, sollte ein teilweises Imprägnieren solcher Fassaden aus optischen Gründen unterbleiben, oder bis zu natürlichen optischen Begrenzungen (Ecken, Absätze, Sockel, etc.) durchgeführt werden. Durch eine Probeimprägnierung lässt sich bereits nach einstündiger Wartezeit feststellen, ob eine Farbintensivierung auftritt.

Eventuelle Spritzer auf Fensterflächen und dergleichen können durch Test- oder Waschbenzin beseitigt werden. DEGESIL®-Fassaden können nach einigen Tagen - falls gewünscht - mit Dispersions- oder Latexfarben überstrichen werden, da diese Farben ausreichende Emulgatormengen, zur Untergrundbenetzung, beinhalten.

Garantie:

Wir gewähren jedem Kunden 20 Jahre Gewährleistung auf Degesilarbeiten!