Es ist sehr wichtig, einen Feuchtigkeitsschaden richtig zu erkennen, um die Trockenlegung am Ursprung des Schadens gezielt ansetzen zu können.

Schadensarten

Bei der Bauwerksisolierung wird grundsätzlich zwischen zwei Durchfeuchtungsarten unterschieden, der Durchfeuchtung des Mauerwerkes durch drückendes und durch nichtdrückendes Wasser.

Nässeschäden durch nichtdrückendes Wasser entstehen durch kapillare Saugfähigkeit (Dochtwirkung) des porösen Mauerwerkes, welches Wasser aus dem Erdreich – möglicherweise über das nicht isolierbare Fundament – ansaugt.

Drückendes Wasser – manchmal auch Stauwasser genannt – liegt immer dann vor, wenn der Wasserspiegel im Erdreich über das Kellerboden-Niveau steigt. Bei derartigem Druckwasser muss der störend hohe Wasserspiegel nicht dem – meist viel tiefer liegenden – Grundwasserspiegel entsprechen. In vielen Fällen entsteht der Druckwasserspiegel bei heftigen oder längerfristigen Regenfällen durch das Oberflächenwasser, welches durch schlecht wasserdurchlässige Bodenschichten nicht schnell genug versickern kann.

Während bei nichtdrückendem Wasser nur die relativ kleine, durch das naturgesetzliche Saugvermögen der Wandbaustoffe, transportierte Wassermenge durch die Wand in den Keller kann, wirkt bei Druckwasser zusätzlich der Druck der außen anstehenden Wassersäule, der den Wassertransport durch die Wand erheblich erhöht.

Allgemeines

Auch für Laien sind diese beiden Schadenarten gut zu unterscheiden. Nichtdrückendes Wasser führt „lediglich“ zu nassen Wänden, nie jedoch zu Wasserpfützen im Keller. Sobald das Wasser durch die Wand fließt und sich im Keller Wasserpfützen bilden, liegt immer ein Druckwasserschaden vor. Die durch das Mauerwerk strömende Wassermenge ist je Zeiteinheit geringer, je weniger Wasserdruck vorliegt, je dicker die Wand ist und je kleiner die „Löcher“ (Fehlstellen) in der Wand sind. Je größer also die Löcher in der Wand sind oder je dünner die Wand ist, desto mehr Wasser durchströmt die Wand. Hier wird nun klar, warum eine Kellerwand eigentlich nur aus feinporigen vollen Steinen bestehen sollte. Hohlkammersteine haben in punkto Druckwasserdurchlass praktisch eine geringere Wandstärke, den eine Wand mit einer Stärke von 36 cm hat, wenn die Hohlkammern zusammengerechnet 16 cm ausmachen, nur eine effektive Wandstärke von 20 cm. Wenn das Material der verwendeten Steine nun auch noch eine grobe Struktur aufweist (z.B. Hohlblocksteine), dann wird dem Wasser praktisch kein Widerstand entgegengesetzt.

Aber auch Wände aus geeigneteren Steinen wie Kalksandstein oder Ziegel sind vor Druckwasserproblemen nicht sicher. Hier handelt es sich in schweren Fällen stets um massive Verarbeitungsfehler durch den Maurer. Ein solcher Fehler liegt beispielsweise vor, wenn die Mauerwerksfugen nicht vollfugig vermörtelt sind, eine Unart, die in der Wand viele Meter lange, zusammenhängende Kanäle entstehen lässt, durch die dann Wasser in der Wand fast zu jeder Stelle fließen kann. Ein zweiter, ebenso schwerer und verhängnisvoller Fehler kann die falsch verlegte Bitumenpappen-Sperrbahn im unteren Wandbereich sein.

Folgende Punkte sollten bei der Ermittlung beachtet werden, da sonst eine 100%ige Schadensanalyse nicht möglich ist:

  1. Das Bauwerk wird von allen begehbaren Seiten begutachtet um festzustellen, ob externe Mauern oder andere Anbauten vorhanden sind, welche Nässe transportieren könnten.
  2. Die Erkundung nach vorhandener Außenisolierung und die Vergewisserung, ob bei der Horizontalsperre mit anderen Systemen Versuche getätigt wurden, ist sehr wichtig.
  3. Es wird das Vorhandensein einer Horizontalsperre festgestellt und deren Funktion überprüft.
  4. Das Wissen um die frühere Baunutzung (z.B. ehemals Stallung) oder irgendwelche Gebäudeveränderunen (Abbrüche, Anbauten etc.) sind ebenfalls notwendig.
  5. Genaue Messungen mit Feuchtemessgeräten werden mehrfach durchgeführt, nur so ist die Sicherheit gegeben, den Schaden sehr genau zu ermitteln.

Nach der Bestimmung des Nässeschadens wird ein genauer Untersuchungsbericht erstellt, der den gesamten Umfang der Schäden und die Möglichkeit der Beseitigung durch Degesil® aufzeigen.

Wenn alle diese Kriterien berücksichtigt werden, kommt es sicherlich nicht zu Fehlfunktionen und Unstimmigkeiten bei der Gewährleistung.

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